2017 – 2019

Historische Spurensuche / Jugend in Bewegung

 

A l l e Arbeiten in den Landessprachen Deutsch, Französisch oder Italienisch, die auf historischer Spurensuche in der eigenen Region oder der Familie beruhen, sind in dieser Wettbewerbsrunde willkommen !

Als Anregung für diejenigen, die keine zündende Idee für eine eigene Fragestellung haben, könnte das Thema „Jugend in Bewegung“ hilfreich sein:

Die 68er-Bewegung vor ziemlich genau 50 Jahren hat die politischen und gesellschaftlichen Strukturen ihrer Zeit von Grund auf erschüttert und nachhaltig verändert: Frauenrechtsbewegte, Aktive der 68er- und 80er-Bewegung, Atomkraftgegner und –gegnerinnen oder HausbesetzerInnen können als ZeitzeugInnen davon erzählen.

Es gibt unzählige Beispiele für „Jugend in Bewegung“, und längst nicht alle haben mit Protest zu tun: junge Schweizer im Spanischen Bürgerkrieg, Schwabenkinder, Spazzacamini, Jenische, Rotkreuzkinder aus Deutschland und Österreich in der Schweiz während des 2. Weltkriegs, Bettelkinder, Verdingkinder, Au-Pair-Mädchen in der Romandie, Lehrlinge und Gesellen auf Wanderschaft, junge Menschen in Kibbuz-Einsätzen oder im internationalen Zivildienst, Fremdarbeiterkinder und ihre Eltern/Grosseltern zwischen zwei Ländern und Kulturen.

Aber auch Geschichten über engagierte Jugendliche in verschiedenen Kulturbereichen, z.B. Musik, Graffiti, Tanz, junger Schweizer Film oder im Sport (Spitzensport, Vereinssport etc.), PfadfinderInnen und Mitglieder von Jungparteien und neuen Parteien wie z.B. POCH, Grüne, Jugendparlamente etc. verdienen es, erforscht zu werden.

Ermuntern Sie als Lehrperson Ihre Schülerinnen und Schüler zu eigenständigen historischen Fragestellungen und Forschungen in der eigenen Familie und in der näheren Umgebung (Dorf, Stadt, Region)!

Sie sind herzlich eingeladen, mit Ihrer Klasse am neuen Geschichtswettbewerb teilzunehmen, sei es in Form von Klassen- und Projektarbeiten, sei es, dass einzelne Schüler/-innen ihre Matur- oder Abschlussarbeiten einreichen. Das Thema „Historische Spurensuche/Jugend in Bewegung“ ist vielfältig und aktuell. Es lässt Raum für ganz unterschiedliche Forschungsthemen in der eigenen Familie, Umgebung und Region. Wir freuen uns besonders über kreative Formen der Präsentation wie Filme, Spiele, Ausstellungen oder Stadtrundgänge.

Die PreisträgerInnen erhielten neben Geldpreisen auch die Chance, sich für ein kostenloses internationales „History Camp“, organisiert vom europäischen Geschichtsnetzwerk EUSTORY (www.eustory.eu), bewerben zu können.


Teilnahmebedingungen

  • Schülerinnen und Schüler, egal welcher Schule (auch Berufsschule) zwischen 12 und 21 Jahren
  • Wissenschaftliche Arbeitsweise
  • Bereitschaft, vor Ort (eigene Familie, Gemeinde, Stadt, Region) zu forschen
  • Die erforschten Ereignisse, Zustände und Begebenheiten liegen mindestens 20 Jahre zurück
  • Arbeit mit Originalquellen wie Zeitungen, Protokolle, Fotos, Briefe, Flugblätter oder
  • Interviews und Gespräche mit Zeitzeugen
  • Die Arbeit kann in Form einer schriftlichen Arbeit, eines Films, eines Spiels, einer Ausstellung, eines Stadtrundgangs etc. präsentiert werden. Zu den kreativen Formen muss eine schriftliche Begleitdokumentation vorliegen.